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"Nur wenn mann weiß wie etwas hergestellt wird, kann man es auch restaurieren"                      J. Ruskin,  Philosoph und Denkmalpfleger    





Keim Wilhelm                staatl. geprüfter Steintechniker
                                         Restaurator und Meister
                           im Steinmetz- und Steinbildhauerhandwerk


96352 Wilhelmsthal                                  Remschlitz  12

  






Neuer Absatz



Hier entsteht ein neues Verzeichnis
    Palästina, der Norden Ägyptens

                Palästina gehörte seit Amenophis I (Amenhotep I, 1545 BC) bis zu
                    Ramses VI (1149 BC) wirtschaftlich und politisch zu Ägypten.  


               --- Stahl---
-1450   Eine Eisenklinge, ausgegraben in den Gräbern von Pella am Jordan, ca. 40
       Kilometer nordwestlich der Eisenmine von Mugharet el-Wardeh, und etwa 20
       Kilometer östlich von Megiddo. Die chemische Analyse der Klinge zeigte einen
      Kohlenstoffgehalt von 0,8%, was den ersten nachweisbaren Stahl im östlichen
      Mittelmeerraum bezeugt. (Smith et al. 1984) (59)  

-1450   Große Eisenluppen (pig-iron = Ofensau), Eisenerz und Eisenschlacke der
           Ausgrabungsstätte von Kamid el Loz, nördlich von Beth Shemesh,
           ca. 100 Kilometer südlich von Megiddo. (Hachmann 1977) (59)

1400 – 1200 BC   Ringe und Pfeilspitzen aus Eisen bei archäologischen Grabungen
                          in Megiddo gefunden (Schlacht Tuthmosis III um 1457). (56)  


-1300   Gestählter Eisenschmuck (iron/steel jewelleries) wurde aus einem Grab
            in der Wadi Baqa’ah Region (westlich von Amman), ca. 50 Kilometer 
           nordöstlich der Eisenmine von Mugharet el-Wardeh, und etwa 80 Kilometer 
           süd-süd-östlich von Megiddo ausgegraben. Das untersuchte Eisen wies
           Kohlenstoff (Carbon) in Höhe von ca. 0,017% auf. (McGovern 1988) (59)    

-1300   Mehr als zwanzig eiserne Schmuckgegenstände wurden an einen
           Kupferverhüttungsplatz in Timna (Sinai) ausgegraben.
           (Rothenberg, Tylecote 1988; Gale et al. 1990) (59)   

-1250  Viele Eisenobjekte wurden in der Umgebung von Beth-Shemesh, etwa 100
           Kilometer südlich von Megiddo gefunden. Waldbaum (1979) beschreibt 22  
           Eisenfunde, sowie weitere 40 Eisenfragmente aus dem Baq’ah Valley 
           (McGovern 1980).
           Unweit davon, in einem Grab bei Khirbet Nisya fand Livingston (2001)
           eiserne Armbänder. (59)  

1250 – 1150 BC   Eiserne Waffen und Geräte aus Gräbern von Tell Es-Sa Idiyeh im
                          heutigen Palästina. (48)  

1250 -  1100 BC   In Tepe Hasanlu, Nordiran, wurden mehr als                 
                           Zweitausend Eisenobjekte freigelegt. (49)     

-1250  Verschiedene Eisenwerkzeuge aus Palästina, ebenso eine Hacke, bestehend
          aus aufgekohltem Eisen. Darunter versteht man die Anreicherung mit  
          Kohlenstoff, was als Stahl bezeichnet wird. (51)  

-1250  Zwei massive keilförmige Eisenstücke (Eisenkeile?) wurden in Gezer,
           Palästina, an einem ehemaligen Wasserkanal gefunden. (50),(52)  

-1250   Eisenschlacken und Eisenschmelzöfen in Nordpalästina. (54)  

-1200   Ein Dolch, ein Messer sowie Schmuck aus Eisen in Tell  El Farah
           (Sharuhen).  (58)  

-1200   “In einem ägyptisch-hethitischen Grenzposten ist Eisen ein gewöhnliches 
            Metall, und das 12. Jahrhundert bringt in diesem Grenzposten auch große und grobe Werkzeuge für schwere Arbeit, Hacken, Hauen, Pickel und Pflugscharen mit Stückgewichten über 3 kg zustande“, so die Feststellung des wissenschaftlich arbeitenden Metallurgen Hasso Moesta. (22)
Dazu H. Amborn: “Nach 1200 v. Chr. kommt Eisen in Ägypten häufiger vor“. (9)

-1150   Ein Dolch und ein Messer aus Megiddo, sowie Waffen, Schmuck und
           Werkzeuge aus Eisen gefunden, in Bethshemesh. (58)  

1100 - 1000 BC      Hunderte von Eisenartefakte bis hin zu Pflugscharen, in
                             Palästina. (56)  

-1000       Grabungsfunde von massiven Hacken und Spitzhacken aus Eisen in
                Gaza, Tell Jemmeh. (57)  

-1000       Zum Bau eines Tempels im Königreich David, Palästina, wurden laut
               überlieferten Tontafeln Steuern in Höhe von 18.000 Barren Kupfer und
               100.000 Barren Eisen benötigt. Grabungsfunde belegen weiterhin,
               dass Holzkonstruktionen ausschließlich mit großen Eisennägeln
               verbunden waren (52, S. 223).  


Die Eisenfunde aus Samarra 5000 BC, Tell Asmar und Chagar Bazar um 2500 BC, sowie aus Alaca Hüyük 2300 BC enthalten laut Befund kein Nickel.
(Waldbaum 1990 AC) (59, Seite 99)  

Den ägyptischen Machtanspruch erweiterte Thutmosis III um 1450 bis nach Karkemisch (Anatolien), Seti I um 1320 bis nach Kadesch, Ramses II um 1250 bis nach Ugarit und Ramses VI um 1150 bis nach Megiddo.
Somit ist zweifellos nachgewiesen, dass die Stahlfunde der Levante im Hoheitsgebiet Ägyptens produziert wurden.
Der Unvollendete Obelisk von Assuan wurde dem zu Folge mit Stahlwerkzeugen freigelegt. Die Hartgesteins Bearbeitung des Neuen Reiches mit gehärteten Eisen unterscheidet sich nicht von den Bearbeitungsspuren des Alten Reiches.

Die These von A. Lucas and J. R. Harries, Ancient Egyptian Materials and Industries, 1962, S. 239, welche die ägyptische Eisenzeit auf die römische Invasion um ca. 30 v. Chr. beschränkt, und was von der Ägyptologie seit ca. 50 Jahren propagiert wird, ist also ein historischer Fehler in der ägyptischen Geschichtsschreibung.


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